Erfolgreiche Mitarbeiterführung? Ein Muss für Führungskräfte in Startups


Ein Startup, auch Startup-Unternehmen, ist eine Unternehmensgründung mit einer innovativen Geschäftsidee und hohem Wachstumspotenzial. Sie sind oft nicht älter als zehn Jahre und weisen meist ein innovatives Geschäftsmodell auf. Dabei sind sie durch ihren jungen Charakter besonders vielen Veränderungsprozessen ausgesetzt. Das Startup-Unternehmen muss seinen Platz in der Branche oft erst noch finden und sich seinem Umfeld anpassen. So ist es besonders wichtig, flexibel auf die Anforderungen des Marktes reagieren zu können. Mitarbeiter müssen mit Unsicherheit und Komplexität umgehen können und sich bereiterklären, ggf. Überstunden für den Unternehmenserfolg in Kauf zu nehmen. Meist sind die Mitarbeiter dabei immer wieder ändernden Anforderungen und einem vorerst geringeren Gehalt ausgesetzt. Aufgrund dieser Herausforderungen ist es für die Führungsebene eines Startups unverzichtbar, Mitarbeiter für die Unternehmensidee zu gewinnen und diese erfolgreich zu führen. Doch wie kann einer Führungskraft eine wirksame Führung gelingen? 

 

Agiles Arbeiten mit Post-its im Büro

Startups attraktiv für Arbeitnehmer

Startup-Gründer sollten sich bewusstmachen, dass sie ihren Mitarbeitern viele Vorteile bieten

können. So sehen viele Arbeitnehmer die notwendige Flexibilität als gewünschte

Herausforderung. Ein eingefahrener Arbeitsalltag mit immer wiederkehrenden, identischen Aufgaben ist in Startups kaum zu finden. Der Reiz hierbei ist der Umgang mit dem Neuen. Besonders die Möglichkeit der persönlichen und beruflichen Entwicklung für die Mitarbeiter von Startups ist ein Vorteil gegenüber etablierten Unternehmen, in denen nicht immer der Raum und die Zeit dafür vorhanden ist. Mitarbeiter, die seit der Gründung dabei sind, können außerdem in der Entwicklung des Unternehmens mitwirken und Einfluss auf das Unternehmenswachstum nehmen. So bestehen gute Chancen, im Startup aufzusteigen. Nicht zuletzt ist jedoch besonders der Führungsstil von Startups für die meisten Arbeitnehmer attraktiv. Mit durchschnittlich nur 14,4 Mitarbeitern sind Startups für flache Hierarchien besonders prädestiniert. Informationen können schneller weitergeben werden und es kann flexibel auf Anforderungen reagiert werden. So weist die Organisation innerhalb des Startups keine stark bürokratisierten Strukturen auf, die den Arbeitsablauf verlangsamen.

 

Neben den positiven Aspekten haben Startups jedoch auch mit Herausforderungen zu kämpfen, die eine Etablierung erschweren. Sie stehen häufig unter enormem Druck erfolgreich zu sein. Es wird zu Beginn kein oder nur wenig Gewinn erwirtschaftet. Produkte müssen schnellstmöglich auf den Markt gebracht werden. Dazu kommen die oft noch unfertigen Strukturen der Startups und die Unsicherheit, die durch neue Kollegen und das Umfeld hervorgerufen wird. Dies führt oft zu gestressten Mitarbeitern, die Fehler machen. Es kann schnell zu Überforderung kommen, da branchenübergreifendes Wissen verlangt wird und es in kleinen Teams häufig einzelne Experten für bestimmte Gebiete, aber auch viele (noch) unerfahrene Mitarbeiter gibt. 

 

Gespräch Mentor mit jungen Menschen

Führungskräfte in der Verantwortung

Um Startups zu einem attraktiven Arbeitsplatz zu machen, stehen daher die Führungskräfte in der Verantwortung, einen annehmbaren Rahmen zu schaffen. So ist es besonders

wichtig, dass der Druck von den Mitarbeitern genommen wird. Daher sollten Führungskräfte eine positive Fehlerkultur vorleben und Fehler nicht verurteilen, sondern auffangen. Es sollte Raum zum Lernen gelassen werden, ohne die Mitarbeiter dabei zu überfordern. Gestellte Aufgaben sollten im Kompetenzbereich der Mitarbeiter liegen und es sollte nichts Unmögliches verlangt werden, um die Motivation und den Aufbau der Kompetenzen zu fördern. Durch flache Hierarchien sind die Abläufe innerhalb des Startups meist transparent und für die Mitarbeiter gut nachvollziehbar. Führungskräfte sollten dies nutzen, ihre Mitarbeiter einbeziehen und Inputs einfordern sowie annehmen. Laut einer Umfrage nennen 36% der Befragten Startups den Faktor Personal als entscheidenden Erfolgsfaktor. Eine partnerschaftliche und vertrauensvolle Teamkultur ist daher außerordentlich wichtig für ein Unternehmen. Umso ärgerlicher sind Kündigungen und eine zu hohe Fluktuation innerhalb des Startups  das Team muss sich dann immer wieder neu aufeinander einstellen und die Angst steigt, ersetzt zu werden. Die Führungskraft hat dann die Aufgabe den Mitarbeitern Sicherheit vermitteln, um der allgemeinen Unsicherheit in Bezug auf die Unternehmenszukunft entgegenzuwirken.

Ein nicht funktionierendes Mitarbeiterteam gilt als einer der Hauptgründe, weswegen Startups scheitern. Das Commitment und die Motivation der einzelnen Mitarbeiter allein reichen oft nicht aus, um ein Startup gemeinsam stark zu machen. Auch die Führungskraft muss ein gutes Händchen bei der Mitarbeiterauswahl beweisen und ein Team zusammenstellen, das an einem Strang zieht und proaktiv für den Erfolg des Unternehmens eintritt. Damit die Mitarbeiterführung in Startups gelingt, können Führungskräfte die flachen Hierarchien für ein faires Miteinander sowie eine offene Kommunikationskultur nutzen.

 

Tipps, damit die Mitarbeiterführung in Startups gelingt:

  

  • Die Führungskraft sollte als Vorbild fungieren und eine partnerschaftliche Unternehmenskultur vorleben – vermitteln Sie Sicherheit
  • Flache Hierarchien für ein faires Miteinander und eine offene Kommunikationskultur nutzen
  • Hohe Entscheidungsgewalt bei Mitarbeiter fördert das Zugehörigkeitsgefühl
  • Freiheit und Eigenständigkeit der Mitarbeiter bei der Aufgabenverteilung
  • Detaillierte Stellenbeschreibungen, auch bezogen auf fachliche, soziale und persönliche Kompetenzen, führen zu einer besseren Passung von Persönlichkeit und Stelle

 

Abschließende Bemerkung:

Wir stehen Ihnen gerne mit unseren praxiserfahrenen Experten zum Thema Führung zur Verfügung. Nutzen Sie auch unsere Führungsseminare, um noch mehr über dieses Thema und die Anwendung in der Praxis zu erfahren!